Haltungsform

Die Kuh ist ein Weidetier, das leidet, wenn es ganzjährig im Stall womöglich noch in Anbindehaltung sein Leben fristet. In der freien Natur läuft das neugierige Tier mehrere Kilometer am Tag und pflegt ein intensives Verhältnis zu den anderen Herdentieren. Ca. 10% der Milchkühe in Deutschland werden in ganzjähriger Anbindehaltung gehalten. Fixiert an der Kette haben die Kühe kaum Bewegung und soziale Kontakte zu den anderen Tieren und fressen und koten an der gleichen Stelle. Aus Kostengründen wird dem Vieh auch häufig im Laufstall kaum Platz gegeben, um sein wesensgerechtes Sozialleben mit seinen Verhaltensweisen auszuleben. 

In der vorherrschenden industrialisierten Landwirtschaft wird keine Rücksicht auf die natürlichen Bedürfnisse unserer Nutztiere genommen. Die Tiere werden nach Leistungskriterien gezüchtet, um den größtmöglichen Ertrag zu erwirtschaften und Qualzuchten sind keine Seltenheit. Der Tag wird bestimmt von optimierten Produktionsprozessen, in die sie sich die Tiere fügen müssen. Verhaltensstörungen und Schmerzen sind die Folgen der Intensivtierhaltung.