Problematik Milchkuh
Damit die Kuh Milch gibt, muss Sie regelmäßig in Ihrem Leben ein Kalb gebären. Alle Kälber werden von den Müttern zwecks der wirtschaftlichen Verwertung der Milch nach der Geburt getrennt und wachsen in den ersten Lebenswochen isoliert von der Herde auf. Jeder der jemals den fürsorglichen Umgang und die enge Bindung zwischen einer Kuhmutter und ihrem Kälbchen auf der Weide beobachtet hat, wird die Brutalität dieser Vorgehensweise realistisch einordnen können.
Da eine Milch-Kuh-Rasse nicht auf Fleischmasse gezüchtet wird und die männlichen Nachfahren -immerhin 50% aller Kälber- der Züchtung entsprechend nicht enorm viel Fleischmasse bieten, sind die männlichen Neugeborenen wirtschaftlich uninteressant und man versucht sie möglichst einfach und günstig loszuwerden. Viele Hunderttausend dieser Kälber werden jährlich zur Mästung nach Spanien, Italien und in die Niederlande transportiert und anschließend zur Schlachtung in ferne Länder verschifft. Die Transporte sind Qualtransporte und geprägt von Angst, Stress, Hitze, Hunger und Durst. Der Transport von Lebendtieren unter so prekären Bedingungen ist deutlich profitabler wie von tiefgefrorenem Fleisch und stillt die Nachfrage in Ländern wie z.B. der Türkei oder dem Nahen Osten, wo aus rituellen Gründen das Schächten praktiziert wird und die Tiere qualvoll getötet werden. Bei einem Bestand von ca. 3,5 Millionen Milchkühen in Deutschland kann man die Dimensionen dieses Tierleids nur erahnen.